
Ritterkreuzträger
als Opfer des 20.Juli 1944
Auf das Attentat des 20. Juli 1944 hat der
nationalsozialistische Staat mit ebenso gründlichen wie
brutalen Vergeltungsmaßnahmen reagiert.
Sie galten zunächst den Attentätern selbst sowie den
ihnen nahestehenden Widerstandskämpfern, ihren Helfern,
Sympathisanten und Mitwissern. Die Widerstandskämpfer
wurden zumeist vom Volksgerichtshof, in etlichen Fällen
von Standgerichten, wegen „Hoch- und Landesverrats"
verurteilt. Andere haben sich in sicherer Erwartung dieses
Schicksals selbst das Leben genommen. Diese Personen sind
als Opfer des 20. Juli im eigentlichen Sinn zu bezeichnen.
Auch das Offizierskorps der deutschen Wehrmacht hatte
einen hohen Blutzoll zu entrichten.
Unter ihnen waren 14 Offiziere die sich zuvor als tapfere
Soldaten und aufgrund ihrer besonderen militärischen
Leistungen das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verdient
hatten.
Nach Dienstgraden unterteilt starben drei
Generalfeldmarschälle, drei Generaloberste, zwei Generale
der Infanterie, ein General der Artillerie, zwei
Generalleutnants und jeweils ein Generalmajor, Oberst und
Major in Zusammenhang mit dem Attentat.
Wobei neun von ihnen hingerichtet wurden, drei den Freitod
wählten, einer standrechtlich erschossen wurde und einer
an den Folgen der Bombenexplosion starb.
Wer waren diese 14 Offiziere und wie sah ihr
militärischer Werdegang aus? Wann erfüllte sich das
Schicksal dieser, mit einer der höchsten
Tapferkeitsauszeichnungen der deutschen Wehrmacht
gewürdigten Soldaten?
Zu
den weniger Bekannten gehören:
General der Artillerie Fritz Lindemann
Generalleutnant Karl Freiherr von Thüngen
Generalmajor Otto Herfurth
Oberst Fritz Jäger
Generalleutnant Gustav Heistermann von Ziehlberg
Generalfeldmarschall Günther von
Kluge
Geboren wurde Günther von Kluge am 30. Oktober 1882 in
Posen als Sohn eines preußischen Offiziers. Gemäß der
Familientradition trat er in preußische Kadettenkorps
ein. Während dieser Zeit stelle er seine persönliche
Tapferkeit erstmals unter Beweis, indem er einen Menschen
vor dem Ertrinken rettete und dafür mit der „Verdienstmedaille
für Rettung aus Gefahr ausgezeichnet wurde. Im März 1901
trat er als Leutnant in das Niedersächsische
Feldartillerieregiment Nr. 46 ein. Unter anderem fand er
für ein Jahr Verwendung als Abteilungsadjutant und
besuchte ab 1909 die Kriegsakademie. Im Juni 1910 wurde er
zum Oberleutnant befördert und wurde aufgrund besonderer
Bewährung an der Kriegsakademie im April 1913 in den
Großen Generalstab kommandiert. Nach endgültiger
Versetzung in den Generalstab und Beförderung zum
Hauptmann i.G. im August 1914 zog er mit dem XXI.Korps ins
Feld. Er war gegen Rußland, in den Karpaten und an der
Isonzofront eingesetzt und erwarb sich in dieser Zeit
beide Eisernen Kreuze. Später nahm er als
1.Generalstabsoffizier der 236.InfDiv an den Schlachten im
Artois und in Flandern teil.
Nach dem Krieg wurde er in die Reichswehr übernommen und
stieg im April 1923 zum Major auf. Nach Verwendung im
Reichswehrministerium wurde er 1926 Kommandeur der
V.Abteilung/Artillerieregiment 3 und erhielt im Februar
1928 die Beförderung zum Oberstleutnant. Als Oberst war
er Regimentskommandeur und danach Artillerieführer. 1933
zum Generalmajor und 1934 zum Generalleutnant befördert
übernahm er im Oktober 1934 das Kommando über die
6.Division und war gleichzeitig Befehlshaber im
Wehrbereich VI.
1936 erfolgte die Beförderung zum General der Artillerie
und 1938 übernahm er den Oberbefehl über die
Heeresgruppe 6. Bei Kriegsausbruch wurde er
Oberbefehlshaber der 4.Armee und nahm mit ihr am
Polenfeldzug teil. Nach Abschluß der Kampfhandlungen
gehörte er zu den ersten 13 Offizieren der deutschen
Wehrmacht die am 30.09.1939 mit dem neugestifteten
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurden. Zum
Generaloberst befördert blieb er an der Spitze der
4.Armee und nahm am Frankreichfeldzug teil. Am 19.07.1940
war Kluge einer von zwölf Generälen, denen Hitler den
Marschallstab überreichte. Mit seiner 4.Armee ging er in
den Feldzug gegen die Sowjetunion und übernahm im
Dezember 1941 den Oberbefehl über die Heeresgruppe Mitte.
In dieser Funktion erhielt er am 18.01.1943 als 181.
Soldat der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum
Ritterkreuz und 9 Monate später am 29.10.1943 die 40.
Schwerter. Sein erster Generalstabsoffizier von Tresckow
versuchte vergeblich v. Kluge für den Widerstand zu
gewinnen. Er als er nach einem Autounfall im Sommer 1944
den Oberbefehl über das Westheer und nach Verwundung
Rommels auch die Heeresgruppe B übernahm, wurde er zur
Schlüsselfigur im Westen. Als er von Hitlers Überleben
erfuhr verweigerte er sich jedoch. Da auch er das
Unmögliche nicht möglich machen konnte und außerdem den
Verdacht der Gestapo erregte wurde er am 17.08.1944 seines
Kommandos enthoben. Er schrieb Hitler einen Brief, in dem
er sich gegen die Vorwürfe, die Niederlage im Westen
absichtlich herbeigeführt zu haben, aussprach. Am
18.08.1944 nahm er auf der Rückfahrt in die Heimat Gift.
Er verstarb in der Nähe von Metz.
Anmerkung: Inwieweit Kluge dem
Widerstandskreis zugerechnet werden kann, wird der
Geschichtsforschung überlassen. Tatsache bleibt, daß er
schon sehr früh von den Attentatsplänen wußte.
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Generalfeldmarschall Erwin von
Witzleben
Als Sohn des Hauptmanns Georg von Witzleben
wurde er am 04. Dezember 1881 in Breslau geboren. Nachdem
er das preußische Kadettenkorps durchlaufen hatte und die
Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde mit der Primareife
verließ, trat er 1901 als Leutnant beim Grenadierregiment
7 in Liegnitz ein. Im Oktober 1910 zum Oberleutnant
befördert zog er als Adjutant der 19.
Reserve-Infanteriebrigade in den ersten Weltkrieg. Zwei
Monate nach Kriegsbeginn zum Hauptmann befördert war er
für zwei Jahre als Kompaniechef beim
Reserve-Infanterieregiment 6 eingesetzt. Unter anderem
nahm er an der Erstürmung des Fort Vaux bei Verdun, und
an der Arrasschlacht teil. Er erwarb sich beide Eisernen
Kreuze und absolvierte nach Genesung von einer schweren
Verwundung die Generalstabsausbildung. Als erster
Generalstabsoffizier bei der 108.InfDiv erlebte er das
Kriegsende. Nach dem Krieg wurde er als Hauptmann in die
Reichswehr übernommen und kam nach Verwendung als
Kompaniechef im Infanterieregiment 8 in den Stab der
4.Division. 1923 wird er zum Major befördert, wechselt
1926 in den Stab des Infanterieführers III, und kam 1928
als Bataillonskommandeur zum Infanterieregiment 6. Nach
Beförderung zum Oberstleutnant(1929) wurde er 1930 Chef
des Stabes der 6.Division und übernahm als Oberst 1931
das Infanterieregiment 8. 1933 kam er als
Infanterieführer VI nach Hannover und übernahm nach
Beförderung zum Generalmajor im Februar 1934 das Kommando
über die 3.Division und gleichzeitig Befehlshaber im
Wehrkreis 3. Noch im gleichen Jahr wird er Generalleutnant
und übernimmt das III.Armeekorps in Berlin. 1936 erfolgt
die Beförderung zum General der Infanterie und im
November 1938 wird er zum Oberbefehlshaber der
Heeresgruppe 2 ernannt. Als Generaloberst wurde er im
September 1939 Oberbefehlshaber der 1.Armee und nahm mit
ihr am Polen- und Westfeldzug teil. Für die Leistungen
der 1.Armee in Frankreich wurde v. Witzleben am 24.06.1940
mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Wie auch v. Kluge
erhielt Generaloberst v. Witzleben am 19.07.1940 von
Hitler den Marschallstab überreicht. Im März 1941 wurde
er zum Oberbefehlshaber West berufen, mußte aber ein Jahr
später aus gesundheitlichen Gründen dieser Posten wieder
abgeben. Er hält weiterhin Kontakt zum Widerstand und ist
bei Gelingen des Attentats als künftiger Oberbefehlshaber
der Wehrmacht vorgesehen. Am 21.Juli 1944 wird er
verhaftet und von „Ehrenhof" aus der Wehrmacht
ausgestoßen. Am 08.08.1944 wird er vom Volksgerichtshof
unter Leitung von Roland Freisler zum Tode verurteilt und
am gleichen Tage in der Strafanstalt Plötzensee gehängt.
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Generalfeldmarschall Erwin Rommel
Am 15. November 1891 wurde er in Heidenheim an der Brenz
als Sohn eines Gymnasialprofessors geboren. Nach dem
Abitur trat er als Fahnenjunker beim Infanterieregiment
„König Wilhelm I." Nr. 124 ein. Als Leutnant und
Zugführer in der 7.Kompanie seines Regiments zog er im
August 1914 ins Feld. Bei einem Einsatz als
Stoßtruppführer zeichnete er sich als zäher,
entschlossener Führer aus und wurde mit dem EK II.Klasse
ausgezeichnet. Nach Verwundung und mehrmonatigem
Lazerettaufenthalt bewährte er sich erneut bei einem
Angriff auf eine französische Feldbefestigung. Dafür
wurde er mit dem EK I.Klasse ausgezeichnet. Nach
Beförderung zum Oberleutnant kam er 1915 als Führer der
2.Kompanie in das württembergische Gebirgsbataillon. Mit
diesem Bataillon nahm er an der 12.Isonzoschlacht teil und
konnte seine Tapferkeit und seinen Listenreichtum erneut
unter Beweis stellen. An der Spitze einer Abteilung gelang
ihm die Eroberung des 1600 m hohen Monte Matajur. Für
diesen wagemutig durchgeführten Einsatz wurde
Oberleutnant Erwin Rommel am 10.Dezember 1917 die höchste
deutsche Tapferkeitsauszeichnung, der Pour le mérite
verliehen. Zum Hauptmann befördert erlebte er den
Untergang des Kaiserreiches und kehrte im Dezember 1918 zu
seiner Stammeinheit, dem Infanterieregiment 124 zurück.
1920 wurde er in die Reichswehr übernommen und war für
acht Jahre Kompaniechef im Infanterieregiment Nr. 13 in
Stuttgart. Es folgte die Verwendung als Taktiklehrer an
der Kriegsschule in Dresden, bis er 1933 als Major in den
Truppendienst zurückkehrte und das III.Bataillon des
Infanterieregiments 17 in Goslar übernahm. Zwei Jahre
später erhielt seine Beförderung zum Oberstleutnant und
war zunächst Lehrgangsleiter an der Kriegsschule Potsdam
und anschließend Verbindungsoffizier der Wehrmacht beim
Stab des Reichsjugendführers. 1937 zum Oberst befördert,
wurde er von Hitler zum Kommandeur des
Führerbegleit-Bataillons ernannt und war somit
verantwortlich für dessen Schutz bei Fahrten im
Wehrmachtsdienstbereich.
Im August 1939 stieg er zum Generalmajor auf und übernahm
Anfang 1940 die 7.Panzerdivision. Mit dieser Einheit nahm
er am Westfeldzug teil und brachte ihr den legendären Ruf
als „Gespensterdivision" ein. Die Leistungen dieser
Division führten am 26.05.1940 zur Verleihung des
Ritterkreuzes.
Im Februar 1941 wurde er mit der Führung des Deutschen
Afrika Korps betraut und stieg im März 1943 zum
Generalleutnant auf. Als zehnter Soldat der deutschen
Wehrmacht erhielt er am 20.03.1941 das Eichenlaub zum
Ritterkreuz. Es folgten beachtliche Leistungen auf dem
afrikanischen Kriegsschauplatz die dem Befehlshaber der
Panzergruppe „Afrika", Erwin Rommel als General der
Panzertruppe am 20.01.1942 als 6.Soldaten der Wehrmacht
die Schwerter einbrachten. Nur wenige Tage nach Verleihung
dieser hohen Auszeichnung wurde er zum Generaloberst
befördert und zum Oberbefehlshaber der
deutsch-italienischen Panzerarmee ernannt. Als besondere
Ehrung erreichte ihn am 22.06.1942 die fernschriftliche
Beförderung zum Generalfeldmarschall. Am Schicksal der
deutschen Truppen in Afrika konnte er aber nichts mehr
ändern. Die von ihm gewünschte Verstärkung blieb aus
und Montgomery errang einen Sieg nach dem anderen. Anfang
März wurde er aus Afrika abberufen und am 11.03.1943 mit
den Brillanten ausgezeichnet. Zwei Monate später
kapitulierte der neue Oberbefehlshaber, Generaloberst von
Arnim in Nordafrika.
Nach der Genesung übernahm Rommel die Heeresgruppe H in
Norditalien, wurde aber bereits im Oktober 1943 zum
Oberbefehlshaber am Atlantikwall ernannt. Als am 06.Juni
1944 die Invasion erfolgte wurde offensichtlich daß die
zur Verfügung stehenden Abwehrkräfte nicht reichten.
Rommel forderte Hitler auf unverzüglich die Folgerungen
aus dieser Lage zu ziehen.
Am 17.Juli 1944 wurde Rommel bei einem Tieffliegerangriff
schwer verwundet und in das Luftwaffenlazarett nach Bernay
gebracht. Nach seiner Genesung reiste er nach Herrlingen
in sein Heim. Nach dem Attentat vom 20.Juli ist bei
Gestapoverhören vermutlich der Name Rommel gefallen.
Damit war sein Schicksal so gut wie besiegelt. General
Speidel, der ihn noch besuchte um ihn zu warnen, wurde
kurz darauf verhaftet. Keitel befahl Rommel daraufhin nach
Berlin, der sich aber weigerte. Er ahnte um welche Art von
Besprechung es sich handeln würde. Die Generale Burgdorf
und Maisel trafen am 14.Oktober 1944 bei Rommel in
Herrlingen ein. Nach einer Besprechung mit ihnen nahm
Rommel Abschied von seiner Frau mit den Worten: „ Ich
muß mich verabschieden, den in einer Viertelstunde werde
ich nicht mehr am Leben sein".
Generalfeldmarschall Erwin Rommel, Träger des Pour le
mérite, ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz mit Eichenlaub,
Schwertern und Brillanten, starb durch eigene Hand. In den
Tod getrieben von seinem Obersten Befehlshaber.
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General der Infanterie
Friedrich Olbricht
Geboren wurde er am 04.Oktober 1888 in
Leisnig bei Döbeln als Sohn des Oberrealschuldirektors
Prof. Dr. Richard Olbricht und wuchs in Sachsen auf. Nach
dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium trat er im
Frühjahr 1907 als Fahnenjunker in das Infanterieregment
106 in Leipzig ein. Im August 1908 wurde er zum Leutnant
befördert und zog als Regimentsadjutant 1914 in den I.
Weltkrieg. Überwiegend war er vor Verdun eingesetzt und
erwarb sich den Königlich-Sächsischen
Militär-St.-Heinrichs-Orden und beide Eiserne Kreuze.
1916 erfolgte die Beförderung zum Hauptmann und er wurde
in den Generalstabsdienst übernommen. Beim Zusammenbruch
des Kaiserreiches war er im Stab des AOK 3 und kehrte in
die Heimat zurück. Nach veschiedenen Verwendungen im
Truppen- und Stabsdienst wurde er 1926 in das Truppenamt
des Berliner Reichswehrministeriums versetzt und war in
der Abteilung „Fremde Heere" tätig. Als
39jähriger Offizier wurde er im Februar 1927 zum Major
befördert und vier Jahre später zum Oberstleutnant. 1931
endete seine Verwendung im Reichswehrministerium und er
wurde zunächst Chef des Stabes der 4.Division und kam
1935 als Oberst in gleicher Funktion zum IV.Armeekorps.
Mit der Beförderung zum Generalmajor (01.04.1937) stieg
er in die Generalität auf übernahm im November 1938 das
Kommando über die 24.Infanteriedivision. Bereits im
Januar 1939 zum Generalleutnant befördert zog er mit
dieser Einheit nach Polen ein. Seinem tatkräftigen
Führungsstil und den Leistungen der Division ist er zu
verdanken, daß er als einer der ersten Offiziere der
deutschen Wehrmacht am 27.10.1939 mit dem neu gestiftetem
Ritterkreuz ausgezeichnet wurde.
Am 14. Februar 1940 wurde er zum Chef des Allgemeinen
Heeresamtes im OKH ernannt. Zugleich war er auch
Stellvertreter des Generalobersten Fromm, des Chefs der
Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres. In
dieser Funktion stellte Olbricht den Alarmplan „Walküre"
auf, der den Einsatz der Ersatztruppenteile und
Heeresschule in und um Berlin ermöglichte um gegen
etwaige innere Unruhen reagieren zu können. Bei den
Vorbereitungen und später bei der Durchführung des
Putschversuches vom 20. Juli 1944 spielte dieser Alarmplan
eine entscheidende Rolle. Als am 15. Juli 1944 der
Staatsstreichversuch unternommen werden sollte, löste
Olbricht - obwohl er dienstlich dazu nicht ermächtigt war
- die „Walküre"-Befehle aus. Das Attentat fand
nicht statt und eine erneute Ausgabe von „Walküre"
durfte nur durch einen befugten Offizier vorgenommen
werden.
Am 20.Juli 1944 unternahm Stauffenberg seinen berühmten
Versuch Hitler umzubringen und Olbricht gab im Namen
Fromms erneut die „Walküre"-Befehle heraus. Das
Attentat brachte nicht den erhofften Erfolg und Olbricht
wurde in der Nacht zum 21.Juli 1944 auf Befehl von
Generaloberst Fromm verhaftet, vor ein Standgericht
gestellt, und auf dem Hof des Bendlerbaues erschossen.
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General der Infanterie
Carl-Heinrich von Stülpnagel
Als Sohn des Generalleutnant Karl-Friedrich
v. Stülpnagel wurde Carl-Heinrich am 02. Januar 1886 in
Berlin geboren.
Nach dem Abitur 1904 am humanistischen Lessing-Gymnasium
in Frankfurt/Main folgte ein Semester Jurastudium, bis er
am 01.10.1904 in das 1. Großherzogliche Hessische
Leibgarde Infanterieregiment Nr. 115 in Darmstadt eintrat.
Als Oberleutnant zog er in den ersten Weltkrieg und
bewährte sich als Truppenführer und im
Generalstabsdienst. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen
gehörte bei Kriegsende auch das Ritterkreuz des
königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern,
welche als Vorstufe zum Pour le Mérite galt. Er wurde in
die Reichswehr übernommen und fand verschiedene
Verwendungen im Truppen- und Stabsdienst. 1925 erfolgte
die Beförderung zum Major und ein Jahr später wurde er
in die Heeresorganisationsabteilung des Truppenamtes
versetzt. 1940 zum Oberstleutnant befördert, kam er
bereits 1931 mit dem damaligen Generalmajor Ludwig Beck
zusammen um die berühmte Dienstvorschrift „Truppenführung"
zu verfassen. Die Beförderung zum Oberst erhielt er 1932,
im Oktober 1935 stieg er in den Generalsrang auf und
übernahm das Kommando über die 30. Division. 1938 kam er
als Generalleutnant nach Berlin zurück und übernahm den
Posten des für die Ausbildung des Heeres zuständigen
Oberquartiermeisters II. Noch vor Kriegsbeginn zum General
der Infanterie befördert, übernahm er den Posten des
Oberquartiermeiters I und kam nach dem Westfeldzug als
Vorsitzender der Waffenstillstandskommision für
Frankreich nach Wiesbaden. Im Februar 1941 übernahm er
das Kommando der neuaufgestellten 17. Armee und führte
diese mit beachtlichem Erfolg während des ersten Monate
des Rußlandfeldzuges. Am 21.08.1941 wurde ihm als
Oberbefehlshaber der 17. Armee das Ritterkreuz des
Eisernen Kreuzes verliehen.
Die herbstliche Schlammperiode stoppte an der Ostfront die
schwungvollen Vormärsche der Wehrmacht und kostete v.
Stülpnagel - wie damals noch vielen anderen Generalen -
den Posten als Oberbefehlshaber. Im November 1941 wurde er
in die Heimat zurückbeordert und ging im Februar 1942 als
Militärbefehlshaber Frankreich nach Paris.
Nach dem Scheitern des „Generalsputsches" wurde v.
Stülpnagel vom damaligen Oberbefehlshaber West,
Generalfeldmarschall v. Kluge seines Dienstes enthoben und
erhielt von ihm den Rat sich in Zivil zu kleiden und
unterzutauchen. Er tat dies nicht, sondern kehrte nach
Paris zurück und begründete später die
Massenverhaftungsaktion in seinem Befehlsbereich mit einer
Alarmübung der Pariser Garnison.
Sein Schicksal ließ sich aber nicht mehr ändern. Er
wurde „zur Berichterstattung" nach Berlin befohlen
und trat diese Reise in voller Uniform auch an. Ber Verdun
- wo er im I.Weltkieg gekämpft hatte - unternahm er einen
Selbstmordversuch an dessen Folgen er erblindete. Vor dem
Volksgerichtshof wurde ihm der Prozeß gemacht, der
erwartungsgemäß mit dem Todesurteil endete.
Der Ritterkreuzträger, ehemalige Oberbefehlshaber der 17.
Armee und General der Infanterie starb am 30.08.1944 durch
Erhängen.
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Generaloberst Friedrich Fromm
Am 08.10.1888 wurde er als Sohn des späteren
Generalleutnant Friedrich Fromm in Berlin geboren und trat
im Dezember 1906 als Fahnenjunker ins 2. Thüringische
Feldartillerieregiment Nr.55 in Naumburg/Saale ein.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges war er bereits
Oberleutnant und zog als Abteilungsadjutant ins Feld. Nach
Verwendung als Regiments- und Brigadeadjutant wurde er
1916 zum Hauptmann befördert und in den
Generalstabsdienst übernommen.
Nach dem Kriege trat er in die Reichswehr über und tat
zunächst Dienst als Batteriechef im 3.Artillerieregiment.
1927 wurde er zum Major befördert, durchließ
verschiedene Truppenverwendungen und kam später als
Leiter des Haushaltsreferates des Heeres ins
Reichswehrministerium, wo er 1931 zum Oberstleutnant
aufstieg. 1933 erfolgte die Beförderung Oberst und
Ernennung zum Chef des Allgemeinen Heeresamtes. In dieser
Funktion hatte Fromm wesentlichen Einfluß auf den Ausbau
des bisherigen Hunderttausend-Mann-Heeres zum Massenheer
mit allgemeiner Wehrpflicht.
Die Organisation und Rüstungsausstattung des deutschen
Heeres hatte einen nicht unbedeutenden Anteil an den
militärischen Erfolgen der ersten Kriegsjahre, war in der
Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz an den
nunmehrigen General der Artillerie, Chef der
Heeresrüstung und - seit Kriegsausbruch - Befehlshaber
des Ersatzheeres am 13.07.1940 seine offizielle
Anerkennung fand. Am 19.07.1940 wurde Fromm zum
Generaloberst befördert und blieb für weitere vier Jahre
in seiner Funktion als B.d.E und Chef der Heeresrüstung.
Am Nachmittag des 20.Juli 1944 erhielt Fromm von General
Olbricht die Meldung, daß Hitler einem Attentat zum Opfer
gefallen sei und es nun an der Zeit wäre, das Stichwort
für innere Unruhen „Walküre" auszugeben. Fromm
bestand darauf, sich vor Ausgabe eines so schwerwiegenden
Befehls erst selbst vom Tode Hitlers beim
Führerhauptquartier zu vergewissern. Von Keitel erfuhr
Fromm, daß Hitler das Attentat überlebt hatte und lehnte
es ab den von Olbricht erwünschten Befehl zu geben. Gegen
17 Uhr wurde Olbricht und Stauffenberg erneut bei Fromm
vorstellig und teilte ihm mit das „Walküre" unter
Verwendung seines Namens ausgelöst worden sei. Nach dem
Fromm sich immer noch nicht bereit erklärte mitzumachen
wurde er von den Verschwörern unter Hausarrest gestellt.
Gegen Mitternacht konnte er sich mit ihm ergebenen
Stabsoffizieren befreien, ließ die Verschwörer
festnehmen und einige von ihnen kurze Zeit später
erschießen.
Seine zwielichtige Verwicklung in die Ereignisse des 20.
Juli brachte ihn von den Volksgerichtshof, wo er im
Februar 1945 wegen „Feigheit" zum Tode verurteilt
wurde. Zunächst wurde er in das Zuchthaus Brandenburg
überführt und am 19.03.1945 von Zuchthausbeamten
erschossen.
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Generaloberst Erich Hoepner
Erich Hoepner wurde am 14.09.1886 in
Frankfurt/Oder als Sohn eines Arztes geboren. Nach dem
Abitur am Kaiserin-Auguste-Viktoria Gymnasium, trat er im
März 1905 als Fahnenjunker in Metz in das
Dragonerregiment 13 ein und wurde im Februar 1905 zum
Leutnant befördert. Als Oberleutnant und
Ordonnanzoffizier eines Generalkommandos zog er in den
Ersten Weltkrieg, fand Verwendung als Kompanieführer und
war zeitweilig auch zum Generalstab kommandiert. Im Juni
1913 erfolgte die Beförderung zum Hauptmann. Von seiner
überdurchschnittlichen Bewährung zeugen die Verleihung
beider Eiserner Kreuze und das Ritterkreuz des
Württembergischen Friedrichsordens 2.Klasse mit
Schwertern an den jungen Offizier, der im Zweiten
Weltkrieg bis zum Generalobersten aufsteigen sollte.
Nach dem Kriege wurde Hoepner in die Reichswehr
übernommen und 1926 zum Major befördert. Als
Bataillonskommandeur im Reiterregiment 17 stieg er 1930
zum Oberstleutnant auf. Anschließend war er ab 1933 als
Oberst Chef des Stabes im Wehrkreis I und kam 1935 als
Chef des Heeresgruppenkommmados nach Berlin. Nach
Beförderung zum Generalmajor im Januar 1936 wurde er mit
der Aufstellung der 1. Leichten Division in Wuppertal
beauftragt und erhielt in dieser Funktion 1938 die
Beförderung zum Generalleutnant.
Im November 1938 zum Kommandierenden General des XVI.
Armeekorps ernannt, wurde er im April 1939 zum General der
Kavallerie befördert und zog mit diesem Verband als Teil
der 10. Armee in den Polenfeldzug. Die Leistungen seines
Korps waren es, die wesentlich zum Gesamterfolg der Armee
beitrugen, und ihre Anerkennung in der Verleihung des
Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz an den Kommandieren
fanden.
Im Westfeldzug von 1940 bewährte sich der vorbildliche
Truppenführer erneut, war ihm im Juli 1940 die
Beförderung zum Generalobersten brachte.
Als Oberbefehlshaber der Panzergruppe 4 (später
4.Panzerarmee) zog er ab Sommer 1941 in den Krieg gegen
die Sowjetunion und führte seinen Verband bis vor die
Tore Moskaus. Als der unvorstellbar harte russische Winter
hereinbrach stand seine 4.Panzerarmee westlich von Moskau.
Die Truppe, für diese klimatischen Verhältnisse völlig
unzulänglich ausgerüstet, befand sich in höchster
Gefahr, abgeschnitten und aufgerieben zu werden. Hoepner
nahm, entgegen eines ausdrücklichen Befehls Hitlers,
seine Divisionen zurück, äußerte sich gegenüber seines
Heeresgruppen-Oberbefehlshaber abfällig über Hitlers „laienhafte
Führung" und wurde daraufhin am 08.01.1942 seines
Kommandos enthoben. Wegen „Feigheit und Ungehorsam"
wurde Hoepner aus dem Heer ausgestoßen und degradiert.
Das Recht zum Tragen der Uniform und der Orden wurde ihm
aberkannt und die Pension wurde ihm entzogen.
Hoepner zog sich nach Berlin zurück und lebte in
Nachbarschaft zu General Olbricht, der ihn Ende 1943 in
die Putschpläne der Widerständler einweihte. Von den
Führern der Aktion war er als Nachfolger des
Generalobersten Fromm als Befehlshaber des Ersatzheeres
vorgesehen und befand sich dementsprechend am 20. Juli in
Bendlerstraße.
Von der Hinrichtung am Abend des 20. Juli wurde er
ausgenommen, und hoffte sich später noch rechtfertigen zu
können. Der Volksgerichtshofpräsident Freisler
titulierte ihn als „Schweinehund" und verurteilte
ihm am 07.08.1944 zum Tod durch Erhängen.
Der Rittekreuzträger und Generaloberst Erich Hoepner
wurde am 08.08.1944 im Hinrichtungsraum des Gefängnisses
Berlin-Plötzensee hingerichtet.
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Generaloberst Günther Korten
Am 26. Juli 1898 wurde er als Sohn eines
Regierungsbaumeisters in Köln geboren und trat im
September 1914 als Rekrut beim Feldartillerie-Regiment 34
ein. Als Fahnenjunker wechselte er im Dezember 1914 zum
Pionierbataillon 8 über und beendete den Krieg als
Leutnant. Der mit beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnete
blieb als Offizier in der Reichswehr und tat zunächst
überwiegend Dienst in der Pioniertruppe. Am 01.04.1925
wurde Korten zum Oberleutnant befördert. In den Jahren
1928 und 1929 gehörte er zu jenen Reichswehroffizieren,
die an einer geheimen Pilotenausbildung teilnahmen und
sich den Flugzeugführerschein erwerben konnten. 1931 zum
Hauptmann und 1934 zum Major befördert, wechselte er im
Dezember 1934 als Generalstabsoffizier zum Staatssekretär
des Reichsluftfahrtministeriums Erhard Milch, des
späteren Generalfeldmarschalls. Nach der Teilnahme am
ersten Generalstabslehrgang an der Kriegsakademie des
Heeres bekam er im Oktober 1936 sein erstes
Truppenkommando als Oberstleutnant und Kommandeur der
Aufklärungsgruppe 122. Nachdem Korten im April 1939 zum
Oberst befördert worden war, nahm er als Chef des
Generalstabes der Luftflotte 4 am Polenfeldzug teil.
Die Beförderung zum Generalmajor im Juli 1940 erhielt er
als Stabschef der Luftflotte 3. In dieser Funktion war er
u. a. an der Vorbereitung und Durchführung des
Luftkrieges gegen England beteiligt, wechselte aber im
Januar 1941 als Stabschef zur Luftflotte 4 unter General
Löhr. Für seine Führungsleistungen bei den Feldzügen
gegen Jugoslawien und Griechenland erhielt er am
03.05.1941 das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.
Im August 1942 stieg er zum Generalleutnant auf, wurde
Befehlshaber des Luftwaffenkommandos Don und erhielt
bereits im Januar 1943 die Beförderung zum General der
Flieger. Nach dem Freitod des General Jeschonnek erhielt
Korten im September den Posten des Chefs des Generalstabes
der Luftwaffe.
Bei Attentat von 20.Juli befand er sich im
Führerhauptquartier und wurde durch die Bombenexplosion
so schwer verletzt, daß er am 22.07.1944 seinen
Verletzungen erlag.
Die beim Attentat ums Leben gekommenen Offiziere wurde
durch Hitler zum nächsthöheren Rang befördert. Folglich
erhielt Korten die Beförderung zum Generaloberst.
Unter den Ritterkreuzträger als Opfer des 20. Juli nimmt
Generaloberst Korten eine besondere Rolle ein. Er war der
einzige Ritterkreuzträger, der den unmittelbaren
Auswirkungen der Bombenexplosion zum Opfer fiel.
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Major Roland von
Hößlin
Am 21. Februar 1915 wurde er in München
geboren und trat 1934 beim 17. (Bayerischen(
Reiterregiment in Bamberg ein. 1936 wurde er zum Leutnant
und im April 1939 zum Oberleutnant befördert. Bei
Kriegsbeginn war er Adjutant der Aufklärungsabteilung 10
in der 10. Infanteriedivision und nahm am Vormarsch in
Richtung Warschau teil. Nach Abschluß des Polenfeldzuges
wurde er als Ausbilder zur Fahnenjunkerschule der
Panzertruppe nach Potsdam-Krampnitz kommandiert. Anfang
1941 wurde als Ordonnanzoffizier in den Stab des Deutschen
Afrka-Korps versetzt und kam somit in die nähere Umgebung
des späteren Generalfeldmarschall Erwin Rommel, der
bekanntermaßen auch zu den Opfern des „20.Juli"
zählt. Im August 1941 übernahm er als Chef die
3.Kompanie der Aufklärungsabteilung 33 und war vor der
Sollum-Front eingesetzt. Im Februar 1941 wurde v. Hößlin
zum Hauptmann befördert und übernahm vier Monate später
anstelle des verwundeten Kommandeurs die
Aufklärungsabteilung 33. Mit dieser Einheit erwarb er
sich im Juli 1942 besondere Verdienste bei einem
Gegenstoß vor El-Alamein. Als persönlich tapferer und
umsichtiger Truppenführer erhielt er für diesen
kampfentscheidenden Einsatz am 28.07.1942 das Ritterkreuz
des Eisernen Kreuzes. Eine auf dem Afrikanischen
Kriegsschauplatz erlittene Verwundung brachte ihn in ein
Berliner Lazarett, wo er u. a. Besuch von seinem
ehemaligen Regimentskameraden Oberstleutnant i. G. Graf
Stauffenberg hatte. Stauffenberg war zur Panzerarmee
Afrika versetzt worden und wollte sich über den
nordafrikanischen Kriegsschauplatz informieren. Schon
damals deutete er gegenüber v. Hößlin darauf hin, daß
er nicht mehr an den Endsieg glaubte. Roland v. Hößlin,
der noch nicht wieder frontverwendungsfähig war, kam als
Taktiklehrer an die Panzertruppenschule nach Krampnitz und
nahm später an einem Kommandeurslehrgang teil. Im Februar
1944 wurde er Kommandeur der
Panzeraufklärungs-Ausbildungsabteilung für
Offizierbewerber in Insterburg/Ostpreußen. Während
dieser Zeit hatte v. Hößlin Kontakt zu Oberst i. G. Graf
Stauffenberg und erklärte seine Bereitschaft zum aktiven
Widerstand. Mit seiner Truppe sollte er von Insterburg
nach Königsberg marschieren und die Machtergreifung der
Verschwörer sichern, was er bei der 1.Auslösung von „Walküre"
auch tat. Von der Verschiebung des Termins erfuhr er erst
unterwegs. Am 20.Juli konnte er sich nicht mehr aktiv an
dem Umsturzversuch beteiligen, da er in eine neue Garnison
versetzt wurde. Kurz nach seiner Beförderung wurde er am
23.08.1944 verhaftet, aus der Wehrmacht ausgestoßen und
dem Volksgerichtshof überstellt. Am 13.10.1944 wurde der
Ritterkreuzträger Major Roland von Hößlin zum Tode
verurteilt und am gleichen Tag hingerichtet.
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Zu den weniger
bekannten gehören:
General der Artillerie Fritz Lindemann
Generalleutnant Karl Freiherr von Thüngen
Generalmajor Otto Herfurth
Oberst Fritz Jäger
Generalleutnant Gustav Heistermann von Ziehlberg
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Quellen:
- Lill/Oberreuter: 20.Juli, Porträts des
Widerstandes, Econ Taschenbuch Verlag, Düsseldorf und
Wien 1984
- Royce: 20. Juli 1944, Berto-Verlag,
Bonn 1961
- Heuer Dr. G. F.: Kurzbiographien erschienen in
Landsergroßbänden
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