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© Andreas Düfel 2006

 

Das Ritterkreuz
 

Am 01.09.1939 erneuerte das deutsche Staatsoberhaupt, der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Stiftung des Eisernen Kreuzes.

Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes in der heute zulässigen und getragenen Form Mit dieser Erneuerung wurde auch das Ritterkreuz als eine Klasse des Eisernen Kreuzes eingeführt. Dauer, Härte und Ausmaß des Krieges machten später eine Erweiterung des Ritterkreuzes zu verschiedenen Stufen erforderlich, so daß am Ende des 2.Weltkrieges das Eiserne Kreuz insgesamt 8 Klassen umfaßte.

In Form und Aussehen gleicht das Ritterkreuz den beiden Klassen des Eisernen Kreuzes, in den Abmessungen ist es etwas größer. Getragen wurde diese hohe Tapferkeitsauszeichnung als Halsorden an einem Band in den Reichsfarben schwarz-weiß-rot.

Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes wurde verliehen für besondere kampfentscheidende Tapferkeitstaten. Eigener, selbstständiger Entschluß, hervorragende, persönliche Tapferkeit und ausschlaggebende Erfolge für die Kampfführung im Großen gesehen waren hierbei die Voraussetzung.

Die Verleihungsberechtigung lag beim Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht persönlich. Eine Beschränkung auf den Dienstgrad gab es nicht. Vom Schützen bis zum Generalfeldmarschall konnte jedem diese hohe Auszeichnung verliehen werden.

Von den ca. 18 Millionen Soldaten der Wehrmacht erhielten 7313 das Ritterkreuz. In den höheren Stufen wurde das Eichenlaub zum Ritterkreuz 883 mal, das Eichenlaub mit Schwertern 159 mal und das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten 27 mal verliehen.

In der 3. Änderungsverordnung vom 29.12.1944 über die Erneuerung des Eisernen Kreuzes kam als höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit dem Goldenen Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten hinzu. Diese Auszeichnung sollte nur an 12 bewährte Einzelkämpfer verliehen werden. Der Stuka-Flieger Oberst Hans-Ulrich Rudel war der einzige der diese höchste Auszeichnung verliehen bekam.

Auch das Großkreuz des Eisernen Kreuzes wurde nur einmal verliehen. Am 19.07.1940 wurde der Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring unter gleichzeitiger Beförderung zum Reichsmarschall mit dem Großkreuz ausgezeichnet.

Alle Klassen des Eisernen Kreuzes - und somit auch das Ritterkreuz - trugen im 2. Weltkrieg das Hakenkreuz als Symbol, aber dennoch handelte es sich nicht um einen nationalsozialistischen Orden.

Das Schlichte Kreuz aus Eisen galt und gilt als preußisch- deutsche Tapferkeitsauszeichnung und die Bundeswehr trägt dieses Symbol als Ausdruck der Verbundenheit zum Volke und zur soldatischen Tradition auf ihren Kampffahrzeugen.